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Coronavirus COVID-19

 

Wegen der derzeitigen Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus COVID-19, finden bis auf Weiteres keine Veranstaltungen und nur telefonische Beratungen statt.

 

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Rufen Sie uns bitte zu diesen Zeiten an:

Mo. bis Do.: 10.00 bis 15.00 Uhr

 

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Schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an info@ada-bremen.de. Die telefonischen Sprechzeiten wollen wir für dringende Beratungsanfragen nutzen.

 

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- das ADA-Team

Empfehlung des

ADA-Teams

Informationen zum Corona-Virus in mehreren Sprachen

 

Sie suchen aktuelle und vertrauenswürdige Informationen zum Coronavirus? Die Bundesregierung informiert in mehreren Sprachen: English, Türkçe, Polski, Français, Italiano, ελληνικά, Hrvatski, Български, فارسی, 中文语言, عربي.

 

Folgen Sie einfach diesem Link: http://www.integrationsbeauftragte.de/ib-de/amt-und-person/informationen-zum-coronavirus.

Quelle: Die Beauftrage der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration
Quelle: Die Beauftrage der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration

Berlin, 26.03.2020

 

P r e s s e m i t t e i l u n g

 

 

 

Eine Antidiskriminierungsperspektive ist in Zeiten der Krise unabdingbar

Im Rahmen der Corona-Pandemie muss die Situation vulnerabler Gruppen besonders berücksichtigt werden. Die im advd vereinten Antidiskriminierungsberatungsstellen haben sich den neuen Herausforderungen angenommen und ihr Beratungsangebot umgestellt und erweitert.

 

Krisenpolitik ist diskriminierungssensibel zu gestalten

Während der Corona-Pandemie ist eine antidiskriminierungspolitische Perspektive unerlässlich. Verschiedene Organisationen und Initiativen zeigen mit Nachdruck auf, wie Diskriminierungen sich in der Krise verstärken und zum Teil neu entstehen: Ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen tragen bei Infektion das höchste Risiko. Gleichzeitig spielen Machtverhältnisse wie Rassismus, Behinderung, Sexismus oder sozialer Status in die Krise hinein und verstärken bestehende Ungleichheiten.[1]So macht etwa die Kampagne #IAmNotAVirus auf den anti-asiatischen Rassismus aufmerksam, der sich im Zuge des Aufkommens der Epidemie offenbart. Asiatische (gelesene) Menschen werden beleidigt, diskriminiert und angegriffen.[2] Community-Verbände, Medi-Büros und Ärzt*innen machen deutlich, wie Menschen, die in Geflüchtetenheimen oder auf der Straße leben bei Infektionsschutz- und Eindämmungsmaßnahmen benachteiligt werden.[3]Diese Appelle lenken die Aufmerksamkeit auf die Belange der Menschen, die in öffentlichen Überlegungen meist ausgeblendet werden. Sie erklären die Notwendigkeit, Krisenpolitik diskriminierungssensibel zu gestalten.[4]

 

Beratungsstellen zeigen Präsenz

In der aktuellen Situation stehen die im advd versammelten Beratungsstellen vor neuen Herausforderungen. Zum einen erweitert sich das Feld der Diskriminierungsrisiken, da zusätzlich zum regulären Beratungsbedarf neue Diskriminierungen beim Zugang zu Information, medizinischer Versorgung, SARS-COV-2-Tests und angemessener Infektionsschutzmaßnahmen hinzukommen. Ferner rechnen Berater*innen mit den Nebenwirkungen von Ausgangsrestriktionen sowie verschärfter Sicherheits-, Migrations- und Arbeitsmarktpolitiken: z.B., wenn Menschen auf engem Raum leben, von Racial Profiling oder unverhältnismäßig von Entlassungen betroffen sind. Zunehmenden psychischen Belastungen ist ebenso Rechnung zu tragen.Zum anderen stehen erprobte Kommunikationsformen (persönliche Gespräche, Dolmetschung) und Interventionen (Vermittlungsgespräche, Zusammenarbeit mit Rechtsanwält*innen bei AGG-Klagen) nicht unmittelbar zur Verfügung. In vielen Beratungsprozessen herrscht zusätzliche Verunsicherung aufgrund der eingeschränkten Arbeitsfähigkeit von Behörden und Gerichten.Die Beratungsstellen haben sich diesen Herausforderungen unmittelbar angenommen, ihr Beratungsangebot umgestellt und erweitert. Berater*innen sind telefonisch, per Mail und online erreichbar und sorgen trotz der Umstände für einen möglichst umfassenden und niedrigschwelligen Zugang. Diskriminierungsbetroffene haben auf besondere Art mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Um ihnen in Zeiten der Krise weiterhin so gut wie möglich beistehen zu können, sind Beratungsstellen auf die außerordentliche Unterstützung durch Zuwendungsgeber*innen angewiesen,“ so Eva Andrades, Geschäftsführerin des advd.Sind Sie von Diskriminierung betroffen? Dann melden Sie sich gerne bei einer der Beratungsstellen in ihrer Nähe. Eine Übersicht finden Sie hier: https://www.antidiskriminierung.org/ber-uns-1.

 

Kontakt


Céline Barry

Email: celine.barry@antidiskriminierung.org

Telefon: 01590 / 614661

 

 

 

Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd)


Der Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) ist ein Dachverband unabhängiger Antidiskriminierungsbüros und -beratungsstellen, Selbstorganisationen und wissenschaftlicher Einrichtungen. Seine aktuell 24 Mitgliedsorganisationen aus 12 Bundesländern verfügen über langjährige Erfahrungen in der in der Unterstützung und Beratung von Betroffenen von Diskriminierung.

 

www.antidiskriminierung.org

 



[1] Für eine vertiefte Analyse über die Diskriminierungsrisiken der Pandemie-Eindämmungspolitik siehe die Stellungnahme von „Social Distancing vor dem Hintergrund sozialer Ausgrenzung: https://adis-ev.de/blog/2020/03/24/social-distancing-vor-dem-hintergrund-sozialer-ausgrenzung/.

[2] Siehe die Pressemittteilung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes: https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/20200212_Coronavirus.html.

 
[4] Siehe die Pressemitteilung der Landesarbeitsgemeinschaft Antidiskriminierungsberatung Baden-Württemberg: https://lag-adb-bw.de/2020/03/25/pressemitteilung-der-lag-antidiskriminierungsberatung-baden-wuerttemberg/.

21.03.2020

 

 

 

P r e s s e m i t t e i l u n g

des Antidiskriminierungsverbands Deutschland (advd) anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus

 

Corona-Krise verschärft Situation von Rassismus Betroffenen

Das rassistische Attentat in Hanau am 19. Februar 2020 rief in Erinnerung, wie sehr People of Color hierzulande rassistischer Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt sind. Kurz darauf überschlugen sich mit dem Voranschreiten der Corona-Pandemie die Ereignisse, sodass die Aufarbeitung des Anschlags in den Hintergrund gerückt ist.

 

Rassismus und Diskriminierungen machen aber keine Pause, sondern sind als strukturelle Probleme immer präsent und müssen auch in Krisenzeiten bekämpft werden. Der erst kürzlich erschienene Bericht der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) des Europarats[1] macht deutlich, dass Deutschland wenig Fortschritte dabei macht und empfiehlt u.a. mehr in Antidiskriminierungsstellen zu investieren und ein stimmiges System von Organisationen aufzubauen, das Opfern von Diskriminierung effektive Unterstützung gewährt.  

 

Die Anerkennung von Rassismus als strukturelles Problem bedeutet auch, genau hinzuschauen, wer wie von der Corona-Krise betroffen ist. So ist zu befürchten, dass People of Color im Rahmen der Pandemie-Eindämmungspolitik sowie der Versorgung von Covid-19 Infizierten benachteiligt werden: Aufgrund eines ungleichen Zugangs zu medizinischer Versorgung für Migrant*innen, wegen Informationsdefiziten für Menschen mit wenig Deutschkenntnissen und niedriger Anbindung an lokale Informationskanäle oder, wie in der PM der Geflüchteten-Selbstorganisation[2] beschrieben, aufgrund einer Unterbringung in Geflüchteten-Wohnheimen, die den aktuellen Sicherheitsvorkehrungen in keiner Weise entsprechen. Auch langfristig werden Communities of Color aufgrund ihrer strukturellen Benachteiligung besonders mit den sozialen Folgen der Krise zu kämpfen haben.

 

„Für die Antidiskriminierungsarbeit bedeutet dies, weiterhin präsent zu sein unter den erschwerten Bedingungen und auf bestehende Ungleichheiten und ihre Folgen aufmerksam zu machen. Beratungsstellen, die People of Color u.a. bei Diskriminierung unterstützen, führen auch in der Krise ihre Arbeit fort,“ Eva Andrades, Geschäftsführerin des Antidiskriminierungsverbandes Deutschland.

 

Betroffene von rassistischer Diskriminierung können sich weiterhin an Antidiskriminierungsberatungsstellen wenden, die nun telefonisch oder online beraten.

Eine Übersicht über die im ADVD zusammengeschlossenen Antidiskriminierungsberatungsstellen finden Sie hier:

https://www.antidiskriminierung.org/ber-uns-1

 

 

Kontakt:

www.antidiskriminierung.org

Céline Barry, celine.barry@antidiskriminierung.org, 01590/614661.

 


"Die Faschisierung des Europäischen Grenzregimes

Die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union an der griechisch-türkischen Grenze hat fatale Folgen - nicht nur für die Fliehenden. Diese Politik führt auch zur Faschisierung Europas."

 

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Von Valeria Hänsel

Gefördert durch
die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.



Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

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