Einblick unsere veranstaltungen 2018


09. Mai 2018 Fachtag ANTISEMITISMUS IN DEUTSCHLAND

 Ort: DGB-Haus Bremen, Bahnhofsplatz 22-28, 28195 Bremen

 

Die Veranstaltung ist kostenlos und erfüllt die Voraussetzungen des Bremischen Bildungszeitgesetzes (BremBZG). Sie gilt gem. § 10 Abs. 2 des Bremischen Bildungszeitgesetzes als anerkannt. Wir bitten um Anmeldung bis zum 02.05.2018 unter: i.drabkina@aulbremen.de oder 0421/96089-14

 

Juden und Jüdinnen in Deutschland erleben es immer wieder, dass sie sich bewusst für oder gegen eine Sichtbarkeit ihres Jüdischseins entscheiden müssen. Das hat viele Gründe, die Spanne reicht von antisemitischen Anfeindungen über den Unwillen, sich schon wieder zum Nahostkonflikt äußern zu müssen bis hin zur Angst vor körperlicher Gewalt. Während die jüdische Community von einem Ansteigen antisemitischer öffentlicher Äußerungen und Übergriffe spricht, zeigt die nicht-jüdische Mehrheitsgesellschaft immer wieder mangelndes Verständnis, mit der Konsequenz, dass Antisemitismus als gesellschaftliche Realität nicht ernst genommen wird und Solidarität ausbleibt.

 

Im Sommer 2017 hat unsere im Bremer Gewerkschaftshaus angesiedelte Antidiskriminierungsstelle ADA bereits zu einer Diskussionsveranstaltung unter dem Titel "Immer wieder unterschätzt. Antisemitismus in Deutschland" eingeladen. Die dort begonnenen Debatten möchten wir nun im Rahmen eines Fachtags vertiefen und so einen Raum schaffen, in dem mit den Erfahrungen von Jüdinnen und Juden wertschätzend umgegangen wird. Einerseits soll es dabei um verschiedene Formen des aktuellen Antisemitismus gehen, ob in der Arbeitswelt, im Bildungsbereich oder in Alltagssituationen. Andererseits möchten wir gemeinsam Möglichkeiten für ein solidarisches Handeln ausloten – einschließlich eines Empowermentangebots für Betroffene von Antisemitismus. Neben der interessierten Öffentlichkeit laden wir hierzu Beschäftigte bzw. Mutliplikator_innen aus dem Bildungs-, Sozial- und Antidiskriminierungsbereich ein (nicht zuletzt Lehrer_innen), genauso wie Mitarbeiter_innen von Gewerkschaften und betriebliche Interessenvertreter_innen.

 

Programm des Fachtags:

 

9.30 bis 10:00 Uhr

Ankommen & Anmeldung

 

10.00 bis 10:30 Uhr

Begrüßung und Einführung

 

10:30 bis 12:30 Uhr

Vorträge mit Diskussion

 

Antisemitismus heute – Facetten eines beständigen Problems

(Benjamin Steinitz, Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS))

 

Umgang mit Jüdischsein im Alltag und der Arbeitswelt

(Debora Antmann, Aktivistin, Autorin und Frauen*beauftragte der Alice Salomon Hochschule Berlin)

 

Antisemitismus an der Schule – ein neues Phänomen?

(Marina Chernivsky, Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment der ZWST e.V., Berlin)

 

12:30 bis 13:30 Uhr

Mittagspause mit Imbiss

 

13:30 bis 15:30 Uhr

Arbeitsgruppen-Phase

 

Arbeitsgruppe 1

Ein Blick ins antisemitische Gepäck: Argumente und Strategien in der Auseinandersetzung mit Israel und Palästina Einladung zur (Selbst-) Reflexion: Wie kann man sich die Schärfe erklären, mit der viele Menschen über Israel sprechen?

(Olaf Bernau, ADA, Antidiskriminierung in der Arbeitswelt, Bremen)

 

Arbeitsgruppe 2

Antisemitismuskritische politische Bildung in der Migrationsgesellschaft. Dieser Workshop bietet die Möglichkeit Methoden für die Unterrichtsgestaltung zu Antisemitismus, Verschwörungsphantasien und dem Nahostkonflikt kennen zu lernen. (Lucia Bruns und Lucas Frings, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus, Berlin)

 

Arbeitsgruppe 3

Anne Frank und ihre Fluchtgeschichte - Baustein zum biografischen Lernen mit Jugendlichen. Es wird ein Methodenbaustein zum Thema ‚Flucht im Lebenslauf‘ ausprobiert und diskutiert, wie Anne Franks Lebensgeschichte für historische und aktuelle Zusammenhänge von Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung sensibilisieren kann. (Ilanga Mwaungulu, Anne Frank Zentrum Berlin)

 

Arbeitsgruppe 4

Empowerment und Handlungsstrategien Bei diesem Workshop geht es um jüdische Perspektiven auf Antisemitismus, Selbstermächtigungsstrategien und Vernetzung. Hierzu sind jüdische Teilnehmer_innen des Fachtags eingeladen. (Marina Chernivsky, Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment der ZWST e.V., Berlin)

 

15:30 bis 16:00 Uhr

Kaffeepause

 

16:00 bis 18:00 Uhr

 

Gepackte Koffer: Podiumsgespräch zur Auseinandersetzung mit Gehen und Bleiben in Deutschland und Europa

(mit Mirna Funk (Autorin), Juna Grossmann (Bloggerin), N.N. (Verband Jüdischer Studierender Nord), Moderation: Irina Drabkina (ADA und Jüdische Gemeinde Bremen))

 

Download
Flyer zum Fachtag Antisemitismus
2018_ADA Antisemitismus April_Druck-1.pd
Adobe Acrobat Dokument 846.1 KB


Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“
wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.


In Kooperation mit: