Dieses Projekt wird durch die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa aus Mitteln des Landes

und des Europäischen Sozialfonds Plus gefördert.



Aktuelle Informationen


Neue ADA-Publikation zu Innerbetrieblichen Beschwerdestellen veröffentlicht

Viele Wege führen zur Innerbetrieblichen Beschwerdestelle. Eine Broschüre für Bremer Betriebe und Organisationen

Sie setzen sich innerhalb Ihres Betriebes für Antidiskriminierung ein? Planen Sie die Einrichtung einer Innerbetrieblichen Beschwerdestelle nach § 13 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes? „Viele Wege führen zur Innerbetrieblichen Beschwerdestelle“ gibt Betrieben und Organisationen Handlungsempfehlungen und Praxisbeispiele – niedrigschwellig und bedarfsorientiert.

 

Was ist bei der Einrichtung Innerbetrieblicher Beschwerdestellen zu beachten?

Welche Beschwerdestruktur ist für meinen Betrieb sinnvoll?

Welche rechtlichen Rahmenbedingungen setzt das AGG?

 

Profitieren Sie von den Erfahrungen Bremer Organisationen, die sich schon auf den Weg zur passenden IBS gemacht haben: 

  • Welche Vorteile sind damit verbunden, wenn Arbeitgebende Beschwerdebeauftragten durch Beschäftigte wählen lassen?
  • Was kann eine IBS nach Innen und Außen in einem kleinen Unternehmen mit wenig Beschäftigten bewirken?
  • Welche Überlegungen stellen andere Arbeitgebende in Hinsicht auf die personelle Besetzung und Ansiedelung der IBS in ihrem Unternehmen an?

Nutzen Sie die Lese-Empfehlungen im Literaturverzeichnis. Folgen Sie den Links zu ausgewählten Publikationen mit weiterführenden Informationen und Beispielen zur Einrichtung von IBS, Handlungsempfehlungen für Unternehmen, Beschwerdeverfahren und Mustervorlagen.

  

Wir freuen uns über Ihr Feedback und wenn Sie die Broschüre an Interessierte weiterleiten.


"ES IST ZEIT, GEGEN DISKRIMINIERUNG AN DEUTSCHEN SCHULEN VORZUGEHEN UND EINEN WIRKSAMEN DISKRIMINIERUNGSSCHUTZ ZU ETABLIEREN"

ADA gehört zu den Erstunterzeichner*innen einer gemeinsamen Stellungnahme von Netzwerken, Beratungsstellen, Verbänden und Einzelpersonen, die sich öffentlich für das drängende Thema Diskriminierungsschutz an Schulen einsetzen.

In der Stellungnahme - die Sie hier als PDF herunterladen können, erklären die Unterzeichnenden die Wirkungsweisen und Folgen von Diskriminierung auf alle Ebenen und alle am Schulalltag beteiligten Menschen. 

Gemeinsam mit den Unterzeichner*innen fordern wir: Landesgesetzgeber, Landesregierungen und Kommunen und Schulen müssen auf den dringenden Handlungsbedarf reagieren und der Verantwortung gerecht werden, die Ihnen aufgrund der EU Grundrechtecharta und der UN-Kinderrechtskonvention zukommt. Welche konkreten Forderungen an die jeweils zuständigen staatlichen Stellen wir teilen, lesen Sie am Ende der Stellungnahme. 

Sie wollen die Stellungnahme ebenfalls durch Ihre Unterschrift unterstützen? Dann folgen Sie gerne diesem Link hier!

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Stellungnahme-gegen-Diskriminierung-in-S
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Stellungnahme des Bremer Netzwerks gegen Diskriminierung

Die Landesantidiskriminierungsstelle für Bremen soll kommen

Eine Chance im Kampf gegen strukturelle Diskriminierung

 Das Netzwerk gegen Diskriminierung - begrüßt den Vorstoß der Regierungsfraktionen eine Landesantidiskriminierungsstelle (LADS) in Bremen einzurichten. Mit dem Beschluss vom 9.7.2020 setzt Bremen den bereits 2012 geäußerten politischen Willen „Diskriminierung entschlossen entgegenzutreten“ endlich in die Praxis um.

 

 

„Wir als Bremer Netzwerk Antidiskriminierung begrüßen die längst überfällige Einrichtung einer LADS in Bremen. Wir freuen uns, dass Bremen so endlich gleichzieht mit anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein, und somit auch seiner Verantwortung nachkommt, seine Bürger*innen noch besser vor Diskriminierung zu schützen“ so die Koordinatorin des Netzwerks, Aretta Mbaruk. „Eine solche Landesantidiskriminierungs-stelle muss dabei mit ausreichend Mitteln ausgestattet, finanziell langfristig gesichert sein sowie über ausreichend personelle Ressourcen verfügen.“

 

Nachdem erste Forderungen nach einer LADS im Jahr 2012 von den damaligen Regierungsparteien verworfen wurden, wurde das Netzwerk gegen Diskriminierung durch einen Senatsbeschluss ins Leben gerufen, jedoch ohne

festen Etat. Mitglieder des Netzwerkes sind sowohl behördliche als auch unabhängige Akteure der Bremer Beratungsangebote zugunsten von Antidiskriminierung. Das Netzwerk und unter anderem der Bremer Rat für Integration fordern seit vielen Jahren die Schaffung einer LADS als zentrale Fachstelle für Diskriminierungsfragen und

Antidiskriminierungsexpertise. Zuletzt wurden die konkreten Forderungen in der Stellungnahme des Netzwerkes im November 2018 formuliert.

 

Das Netzwerk gegen Diskriminierung sieht in der Einrichtung der LADS eine Ergänzung zu den bereits bestehenden

Beratungsangeboten und eine Möglichkeit Lücken zu schließen, die in der Beratungslandschaft Bremens ganz klar existieren. So gibt es in Bremen bspw. keine Beratungsstelle, die Menschen berät, die Diskriminierung bei der

Wohnungssuche erfahren, da alle Beratungsstellen, die einen horizontalen Ansatz verfolgen, ihren Schwerpunkt auf Diskriminierung im Arbeits-, Studium- und Ausbildungskontext haben. Von horizontalem Ansatz wird gesprochen, wenn

Beratungsstellen zu allen im AGG als schützenswerte Merkmale definierten Diskriminierungsdimensionen beraten.

 

Die Einrichtung einer LADS darf dabei nicht dazu dienen, bestehende Beratungsangebote einzuschränken oder zu ersetzen – im Gegenteil, diese sollte z.B. in Form von Erst- und Verweisberatung die Bremer Beratungsstrukturen nutzen, ergänzen und unterstützen. Weiterhin braucht es eine Stelle, die Erhebungen im Lande Bremen in Auftrag geben kann, um die Erfahrungen der Bürger*innen mit Diskriminierungen qualitativ und quantitativ

zu erfassen, aber ebenso den Beratungsbedarf damit sichtbar zu machen.

 

Zugleich kommt der LADS eine wichtige Rolle bei der Vernetzung und dem Austausch zwischen den verschiedenen Beratungsstellen zu, als Schnittstelle und Beraterin für Politik und Verwaltung in Sachen Diskriminierungsschutz sowie bei der Bündelung von Maßnahmen, um die bestehenden Angebote in der Öffentlichkeit bekannt und für die Zivilgesellschaft verfüg- und nutzbar zu machen.

 

Zentral ist für das Bremer Netzwerk gegen Diskriminierung auch die Frage nach der Unabhängigkeit der neu einzurichtenden Stelle. Egal, ob die neu einzurichtende LADS innerhalb oder außerhalb von Verwaltungsstrukturen angesiedelt sein wird, ist eine weisungsunabhängige Stelle notwendig, die durch ihre Unabhängigkeit eine gewisse Kontrollfunktion innehat und Verstöße gegen das Diskriminierungsverbot anmahnen kann.

 

Nicht zuletzt ist zu hoffen, dass die LADS durch die Beteiligung an der Entwicklung von Gesetzesvorschlägen die Rahmenbedingungen für die Antidiskriminierungsarbeit verbessert. Wichtig ist auch Schutzlücken im Bereich des staatlichen Handelns - Schule, Polizei und Bürger*innenämter - zu schließen. Hier könnte langfristig ein Antidiskriminierungsgesetz Abhilfe schaffen.

ARBEIT UND LEBEN BREMEN

5. Etage im DGB-Haus Bremen

Bahnhofsplatz 22-28
28195 Bremen

KONTAKT

Tel.: (0421) 960 89 14 für die Antidiskriminierungsberatung oder
Tel.: (0421) 960 89 19 für alle weiteren Anliegen.

Mail: info@ada-bremen.de

TELEFONISCHE SPRECHZEITEN

Mo. bis Do.: 10.00 bis 15.00 Uhr
Fr.: 10.00 bis 13.00 Uhr

 

 

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