Aktuelle Informationen


Stellenausschreibung: Mitarbeiter*in (m*w*d*_) für die Abrechnung von Drittmitteln im Projekt ADA Antidiskriminierung in der Arbeitswelt

Die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben (DGB/VHS) e.V. Bremen sucht für das im Bremer Gewerkschaftshaus angesiedelte Projekt ADA (Antidiskriminierung in der Arbeitswelt) zum 15.11.2021 oder später eine*n neue*n Mitarbeiter*in zur Verstärkung unseres Teams.

ADA entwickelt Angebote und Strategien, um Impulse für eine Antidiskriminierungskultur im Land Bremen zu setzen. Der Schutz vor und der Abbau jeglicher Form von Diskriminierung und Benachteiligung in der Arbeitswelt stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. ADA besteht aus zwei Teilprojekten. Zu den Aufgaben der Projekte gehören neben der Beratung bei Diskriminierung am Arbeitsplatz und Empowermentangeboten (ESF gefördert) auch Veranstaltungen und Schulungen zu den Themen Antidiskriminierung und Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) (IQ gefördert).

Die Einstellung erfolgt im Teilprojekt ADA-IQ vorbehaltlich der Förderzusage und ist befristet bis zum 31.12.2022.

 

Ihre Aufgaben:

  • Steuerung des Projektbudgets in Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Projektmitarbeiter*innen, der Geschäftsführung und der Projektleitung
  • Mitwirkung an der Erstellung von Sachberichten und Endverwendungsnachweisen
  • Durchführung von Vergabeverfahren nach den Vorgaben BMAS geförderter Projekte in Abstimmung mit dem Projektteam 
  • Regelmäßige Abrechnung der Fördermittel für das Teilprojekt ADA-IQ
  • Austausch und Abstimmung mit dem Finanzcontrolling und der Koordination des IQ Landesnetzwerkes in abrechnungs- und vergabetechnischen Fragen (Kommunikation mit Mittelgeber*innen)
  • Teilnahme in Teamsitzungen, Klausurtagungen und Supervisionen

Das bringen Sie mit: 

  • Hochschulabschluss (Masterabschluss bevorzugt)
  • Sicheren Umgang mit Zahlen
  • Selbstständiges, sorgfältiges und teamorientiertes Arbeiten
  • Persönlichen und/oder Arbeitsbezug zum Thema Antidiskriminierung oder Diversity

Von Ihnen wünschen wir uns: 

  • Kenntnisse in der Abrechnung von Projektmitteln (bspw. ESF Projekte, Bundesmittelgeförderte Projekte BMAS)
  • Hohe Affinität zur kooperativen Teamarbeit
  • Wertschätzender Kommunikationsstil
  • Idealerweise Kenntnisse in ZUWES oder einem anderen Abrechnungsprogrammen  

Unser Angebot: 

  • Eine 19,6 Stunden-Stelle mit einer Vergütung in Anlehnung an den TV-L Entgeltgruppe 11
  • Einbindung in die fachliche und strukturelle Ausgestaltung des Projektes
  • Einarbeitung durch ein wertschätzendes Team
  • Regelmäßige Supervision
  • Zentral gelegener Arbeitsplatz im Gewerkschaftshaus am Bremer Hauptbahnhof

Arbeit und Leben Bremen fördert aktiv die Gleichstellung aller Mitarbeiter*innen. Wir freuen uns insbesondere über Bewerbungen von Personen, die mit ihren Erfahrungen und Perspektiven zur Diversität unseres Teams beitragen möchten.

 

Bitte schicken Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung (nur Kopien) mit Anschreiben, Werdegang und Zeugnissen (ohne Foto) ausschließlich in einem PDF (max. 5 MB) als Email bis einschließlich 05.11.2021 an info@aulbremen.de.

 

Arbeit und Leben Bremen

ADA- Antidiskriminierung in der Arbeitswelt

Betreff: Bewerbung Projektcontroller*in (m*w*d*_) im Projekt ADA

Bahnhofsplatz 22-28

28195 Bremen

 

Die Vorstellungsgespräche werden voraussichtlich in der zweiten Novemberwoche erfolgen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an das ADA- Team unter 0421/96089 -14 oder -19 oder via Mail an: info@ada-bremen.de

 

Über uns:

Die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben (DGB/VHS) e.V. Bremen ist eine nach dem Bremischen Weiterbildungsgesetz anerkannte Einrichtung der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung und wird vom DGB sowie der Senatorin für Kinder und Bildung der Freien Hansestadt Bremen gefördert. Unsere Bildungsangebote befördern die Mitgestaltung von gesellschaftlichen Prozessen im Sinne der nachhaltigen Entwicklung und dienen der Interessenvertretung aller Arbeitnehmer*innen.

 



Erreichbarkeit im Sommer 2021

Stopp-Zeichen

Coronavirus COVID-19 

Wir arbeiten weiter! 

 

Wegen der derzeitigen Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus COVID-19, können bis auf Weiteres leider nur eingeschränkt Beratungen in den ADA-Büros stattfinden. Wir arbeiten daran, neue Zugänge zu schaffen. Momentan stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung: 

  

Sie wünschen sich eine telefonische Beratung? Rufen Sie uns bitte zu diesen Zeiten an: 

 

Montag bis Donnerstag: 10.00 bis 15.00 Uh 

Freitag.: 10.00 bis 13.00 Uhr 

  

Sie haben Fragen und Anmerkungen zuVeranstaltungen? Hier finden Sie unsere aktuellen Ankündigungen. 

Aktuelle Informationen zu unseren geplanten Empowerment-Angebotenfinden Sie hier.  

Schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an info@ada-bremen.de. Die telefonischen Sprechzeiten wollen wir für dringende Beratungsanfragen nutzen. 

  

Vielen Dank für Ihr Verständnis. 

Wir wünschen Allen Gute Gesundheit! 

  

- das ADA-Team  

 


Stellungnahme des Bremer Netzwerks gegen Diskriminierung

Die Landesantidiskriminierungsstelle für Bremen soll kommen

Eine Chance im Kampf gegen strukturelle Diskriminierung

 Das Netzwerk gegen Diskriminierung - begrüßt den Vorstoß der Regierungsfraktionen eine Landesantidiskriminierungsstelle (LADS) in Bremen einzurichten. Mit dem Beschluss vom 9.7.2020 setzt Bremen den bereits 2012 geäußerten politischen Willen „Diskriminierung entschlossen entgegenzutreten“ endlich in die Praxis um.

 

 

„Wir als Bremer Netzwerk Antidiskriminierung begrüßen die längst überfällige Einrichtung einer LADS in Bremen. Wir freuen uns, dass Bremen so endlich gleichzieht mit anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein, und somit auch seiner Verantwortung nachkommt, seine Bürger*innen noch besser vor Diskriminierung zu schützen“ so die Koordinatorin des Netzwerks, Aretta Mbaruk. „Eine solche Landesantidiskriminierungs-stelle muss dabei mit ausreichend Mitteln ausgestattet, finanziell langfristig gesichert sein sowie über ausreichend personelle Ressourcen verfügen.“

 

Nachdem erste Forderungen nach einer LADS im Jahr 2012 von den damaligen Regierungsparteien verworfen wurden, wurde das Netzwerk gegen Diskriminierung durch einen Senatsbeschluss ins Leben gerufen, jedoch ohne

festen Etat. Mitglieder des Netzwerkes sind sowohl behördliche als auch unabhängige Akteure der Bremer Beratungsangebote zugunsten von Antidiskriminierung. Das Netzwerk und unter anderem der Bremer Rat für Integration fordern seit vielen Jahren die Schaffung einer LADS als zentrale Fachstelle für Diskriminierungsfragen und

Antidiskriminierungsexpertise. Zuletzt wurden die konkreten Forderungen in der Stellungnahme des Netzwerkes im November 2018 formuliert.

 

Das Netzwerk gegen Diskriminierung sieht in der Einrichtung der LADS eine Ergänzung zu den bereits bestehenden

Beratungsangeboten und eine Möglichkeit Lücken zu schließen, die in der Beratungslandschaft Bremens ganz klar existieren. So gibt es in Bremen bspw. keine Beratungsstelle, die Menschen berät, die Diskriminierung bei der

Wohnungssuche erfahren, da alle Beratungsstellen, die einen horizontalen Ansatz verfolgen, ihren Schwerpunkt auf Diskriminierung im Arbeits-, Studium- und Ausbildungskontext haben. Von horizontalem Ansatz wird gesprochen, wenn

Beratungsstellen zu allen im AGG als schützenswerte Merkmale definierten Diskriminierungsdimensionen beraten.

 

Die Einrichtung einer LADS darf dabei nicht dazu dienen, bestehende Beratungsangebote einzuschränken oder zu ersetzen – im Gegenteil, diese sollte z.B. in Form von Erst- und Verweisberatung die Bremer Beratungsstrukturen nutzen, ergänzen und unterstützen. Weiterhin braucht es eine Stelle, die Erhebungen im Lande Bremen in Auftrag geben kann, um die Erfahrungen der Bürger*innen mit Diskriminierungen qualitativ und quantitativ

zu erfassen, aber ebenso den Beratungsbedarf damit sichtbar zu machen.

 

Zugleich kommt der LADS eine wichtige Rolle bei der Vernetzung und dem Austausch zwischen den verschiedenen Beratungsstellen zu, als Schnittstelle und Beraterin für Politik und Verwaltung in Sachen Diskriminierungsschutz sowie bei der Bündelung von Maßnahmen, um die bestehenden Angebote in der Öffentlichkeit bekannt und für die Zivilgesellschaft verfüg- und nutzbar zu machen.

 

Zentral ist für das Bremer Netzwerk gegen Diskriminierung auch die Frage nach der Unabhängigkeit der neu einzurichtenden Stelle. Egal, ob die neu einzurichtende LADS innerhalb oder außerhalb von Verwaltungsstrukturen angesiedelt sein wird, ist eine weisungsunabhängige Stelle notwendig, die durch ihre Unabhängigkeit eine gewisse Kontrollfunktion innehat und Verstöße gegen das Diskriminierungsverbot anmahnen kann.

 

Nicht zuletzt ist zu hoffen, dass die LADS durch die Beteiligung an der Entwicklung von Gesetzesvorschlägen die Rahmenbedingungen für die Antidiskriminierungsarbeit verbessert. Wichtig ist auch Schutzlücken im Bereich des staatlichen Handelns - Schule, Polizei und Bürger*innenämter - zu schließen. Hier könnte langfristig ein Antidiskriminierungsgesetz Abhilfe schaffen.


Gefördert durch
die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.





Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.


In Kooperation mit: