Stopp-Zeichen

Coronavirus COVID-19

Wir arbeiten weiter!

 

Wegen der derzeitigen Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus COVID-19, können bis auf Weiteres leider nur eingeschränkt Beratungen in den ADA-Büros stattfinden. Wir arbeiten daran, neue Zugänge zu schaffen. Momentan stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

 

Sie wünschen sich eine telefonische Beratung? Rufen Sie uns bitte zu diesen Zeiten an:

  • Montag bis Donnerstag: 10.00 bis 15.00 Uh
  • Freitag.: 10.00 bis 13.00 Uhr

 

Sie haben Fragen und Anmerkungen zu Veranstaltungen? Hier finden Sie unsere aktuellen Ankündigungen.

Aktuelle Informationen zu unseren geplanten Empowerment-Angeboten finden Sie hier

Schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an info@ada-bremen.de. Die telefonischen Sprechzeiten wollen wir für dringende Beratungsanfragen nutzen.

 

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Wir wünschen Allen Gute Gesundheit!

 

- das ADA-Team 


Empfehlung des ADA-Teams: Informationen zum Corona-Virus in mehreren Sprachen

Sie suchen aktuelle und vertrauenswürdige Informationen zum Coronavirus? Die Bundesregierung informiert in mehreren Sprachen: English, Türkçe, Polski, Français, Italiano, ελληνικά, Hrvatski, Български, فارسی, 中文语言, عربي.

 

Folgen Sie einfach diesem Link: http://www.integrationsbeauftragte.de/ib-de/amt-und-person/informationen-zum-coronavirus.

Quelle: Die Beauftrage der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration
Quelle: Die Beauftrage der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration


Stellungnahme des Bremer Netzwerks gegen Diskriminierung

Die Landesantidiskriminierungsstelle für Bremen soll kommen                  –  Eine Chance im Kampf gegen strukturelle Diskriminierung

 Das Netzwerk gegen Diskriminierung - begrüßt den Vorstoß der Regierungsfraktionen eine Landesantidiskriminierungsstelle (LADS) in Bremen einzurichten. Mit dem Beschluss vom 9.7.2020 setzt Bremen den bereits 2012 geäußerten politischen Willen „Diskriminierung entschlossen entgegenzutreten“ endlich in die Praxis um.

 

 

„Wir als Bremer Netzwerk Antidiskriminierung begrüßen die längst überfällige Einrichtung einer LADS in Bremen. Wir freuen uns, dass Bremen so endlich gleichzieht mit anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein, und somit auch seiner Verantwortung nachkommt, seine Bürger*innen noch besser vor Diskriminierung zu schützen“ so die Koordinatorin des Netzwerks, Aretta Mbaruk. „Eine solche Landesantidiskriminierungs-stelle muss dabei mit ausreichend Mitteln ausgestattet, finanziell langfristig gesichert sein sowie über ausreichend personelle Ressourcen verfügen.“

 

Nachdem erste Forderungen nach einer LADS im Jahr 2012 von den damaligen Regierungsparteien verworfen wurden, wurde das Netzwerk gegen Diskriminierung durch einen Senatsbeschluss ins Leben gerufen, jedoch ohne

festen Etat. Mitglieder des Netzwerkes sind sowohl behördliche als auch unabhängige Akteure der Bremer Beratungsangebote zugunsten von Antidiskriminierung. Das Netzwerk und unter anderem der Bremer Rat für Integration fordern seit vielen Jahren die Schaffung einer LADS als zentrale Fachstelle für Diskriminierungsfragen und

Antidiskriminierungsexpertise. Zuletzt wurden die konkreten Forderungen in der Stellungnahme des Netzwerkes im November 2018 formuliert.

 

Das Netzwerk gegen Diskriminierung sieht in der Einrichtung der LADS eine Ergänzung zu den bereits bestehenden

Beratungsangeboten und eine Möglichkeit Lücken zu schließen, die in der Beratungslandschaft Bremens ganz klar existieren. So gibt es in Bremen bspw. keine Beratungsstelle, die Menschen berät, die Diskriminierung bei der

Wohnungssuche erfahren, da alle Beratungsstellen, die einen horizontalen Ansatz verfolgen, ihren Schwerpunkt auf Diskriminierung im Arbeits-, Studium- und Ausbildungskontext haben. Von horizontalem Ansatz wird gesprochen, wenn

Beratungsstellen zu allen im AGG als schützenswerte Merkmale definierten Diskriminierungsdimensionen beraten.

 

Die Einrichtung einer LADS darf dabei nicht dazu dienen, bestehende Beratungsangebote einzuschränken oder zu ersetzen – im Gegenteil, diese sollte z.B. in Form von Erst- und Verweisberatung die Bremer Beratungsstrukturen nutzen, ergänzen und unterstützen. Weiterhin braucht es eine Stelle, die Erhebungen im Lande Bremen in Auftrag geben kann, um die Erfahrungen der Bürger*innen mit Diskriminierungen qualitativ und quantitativ

zu erfassen, aber ebenso den Beratungsbedarf damit sichtbar zu machen.

 

Zugleich kommt der LADS eine wichtige Rolle bei der Vernetzung und dem Austausch zwischen den verschiedenen Beratungsstellen zu, als Schnittstelle und Beraterin für Politik und Verwaltung in Sachen Diskriminierungsschutz sowie bei der Bündelung von Maßnahmen, um die bestehenden Angebote in der Öffentlichkeit bekannt und für die Zivilgesellschaft verfüg- und nutzbar zu machen.

 

Zentral ist für das Bremer Netzwerk gegen Diskriminierung auch die Frage nach der Unabhängigkeit der neu einzurichtenden Stelle. Egal, ob die neu einzurichtende LADS innerhalb oder außerhalb von Verwaltungsstrukturen angesiedelt sein wird, ist eine weisungsunabhängige Stelle notwendig, die durch ihre Unabhängigkeit eine gewisse Kontrollfunktion innehat und Verstöße gegen das Diskriminierungsverbot anmahnen kann.

 

Nicht zuletzt ist zu hoffen, dass die LADS durch die Beteiligung an der Entwicklung von Gesetzesvorschlägen die Rahmenbedingungen für die Antidiskriminierungsarbeit verbessert. Wichtig ist auch Schutzlücken im Bereich des staatlichen Handelns - Schule, Polizei und Bürger*innenämter - zu schließen. Hier könnte langfristig ein Antidiskriminierungsgesetz Abhilfe schaffen.


Gefördert durch
die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.



Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“
wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.


In Kooperation mit: