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Kein Deutsch, keine Leistung!?

Podiumsdiskussion zu Hürden und Herausforderungen in der Kommunikation mit deutschen Behörden

Zeit/Ort: 14. Juni 2016, 17 - 19.00 Uhr in der Stadtbibliothek West/Lindenhofstraße 53, Bremen

 

Mit folgenden Gästen:

 

Angela Touré, Bremer Agentur für Arbeit

Lilli Hasche, acompa – Unabhängige Begleitgruppe für Geflüchtete und Migrant_innen

Herbert Thomsen, Bremer Erwerbslosenverband/BEV

 

Ankündigung:

 

Sprachliche Verständigung bildet eine der größten Barrieren, wenn es darum geht, Teil der Gesellschaft zu sein. Dies macht sich unter anderem bemerkbar in der Kommunikation mit öffentlichen Ämtern und staatlichen Institutionen, wie dem Jobcenter: Fach- und Fremdwörter, umständliche Formulierungen und Schachtelsätze lassen amtliche Schreiben oftmals als unlösbare Rätsel erscheinen. Umso schwieriger wird es für Menschen, die deutsch nicht als Erstsprache sprechen. Auf den Behörden selbst heißt es dann oft: „Hier wird Deutsch gesprochen“ – Wer sich in der Amtssprache Deutsch nicht verständigen kann, muss meistens eine_n eigene_n Dolmetscher_in organisieren – oder riskiert einen verspäteten bis eingestellten Leistungsbezug.

 

Um diesen sprachlichen Hürden entgegenzuwirken, stellen das Jobcenter Bremen und die Agentur für Arbeit seit Beginn 2015 ihren Kund_innen nicht nur mehrsprachige Formulare zur Verfügung sondern auch einen Dolmetscherdienst. Eine Studie vom Bremer Institut BISA + E zu Rassismus und Diskriminierung im Bremer Norden von 2015 ergab jedoch, dass die Zugangsbarrieren zu den öffentlichen Verwaltungsapparaten unverändert bestehen. Ähnliches berichten Mitarbeiter_innen von Beratungsstellen und Betroffene aus Bremen Stadt: Wer die Amtssprache Deutsch nicht ausreichend beherrscht, wird häufig benachteiligt.

 

In dieser Veranstaltung möchten wir diskutieren, welche (strukturellen) Hürden in Behörden, wie in der Agentur für Arbeit und im Jobcenter, weiterhin bestehen und welcher Handlungsbedarf sich daraus ergibt. Mit der Veranstaltung setzen wir eine Diskussion fort, die wir im Rahmen der Podiumsdiskussion „Amtssprache Deutsch: Diskriminierung oder bloßes Verständigungsproblem?“ vom 3.12.2014 bereits angestoßen hatten. Denn, heute wie vor zwei Jahren steht eins fest: Die Berücksichtigung sprachlicher Vielfalt ist ein zentraler Faktor für die gesellschaftliche und rechtliche Teilhabe und damit für den Zugang zu Ressourcen und Privilegien der Mehrheitsgesellschaft.

 

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem Bremer Rat für Integration

Flyer zur Veranstaltung Kein Deutsch, keine Leistung
2016 ADA: Kein Deutsch, keine Leistung.p
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