Bundesministerium für Arbeit und Soziales Bundesministerium für Bildung und Forschung Bundesagentur für Arbeit

Papierlos heißt nicht rechtlos

ADA-Veranstaltung zur gewerkschaftlichten Unterstützung von Menschen ohne gesicherten Aufenthalt am 10.03.2010

Gäste:

 

  • Emilija Mitrovic/ver.di Hamburg, Mitbegründerin der Beratungsstelle MigrAr (Migration und Arbeit) beim DGB Hamburg 
  • Dirk Hauer, Leiter des Fachbereichs Migration und Existenzsicherung beim Diakonischen Werk Hamburg

Menschen ohne gesicherten Aufenthalt unterliegen insbesondere in der Arbeitswelt extremer Diskriminierung und Ausbeutung. Die Folgen sind für die Betroffenen in aller Regel fatal, zumal sie auch bei der medizinischen Versorgung, der Beschulung ihrer Kinder und der Suche nach geeignetem Wohnraum mit massiven Problemen konfrontiert sind. Hinzu kommt, dass gesetzliche und tarifliche Standards durch Dumping-Beschäftigung ebenfalls erheblich unter Druck geraten. Der DGB-Bundesvorstand hat daher bereits im April 2009 ein „Diskussionspapier zur Situation von Menschen ohne regulären Aufenthaltsstatus“ vorgelegt, unter anderem wird dort die Verbesserung der Lebens- und Arbeitssituation von Menschen mit ungesichertem Aufenthalt als Aufgabe der Gewerkschaften bestimmt. Hierzu passt, dass mittlerweile in verschiedenen Städten entsprechende, auch gewerkschaftlich (mit-)getragene Initiativen entstanden sind. Am weitesten sind die Bemühungen in Hamburg gediehen: Dort existiert seit Mai 2008 die von ver.di initiierte und seit jüngstem vom DGB Hamburg übernommene Beratungsstelle für Papierlose „MigrAr“ (Migration und Arbeit).

 

 

Emilija Mitrovic von ver.di/Hamburg ist bei MigrAr aktiv, sie wird von den konkreten (Beratungs-)Erfahrungen berichten, unter anderem darüber, wie Menschen ohne gesicherten Aufenthalt in Hamburg unbürokratisch Mitglied bei der Gewerkschaft werden und somit den DGB-Rechtsschutz in Anspruch nehmen können. Dirk Hauer vom Diakonischen Werk Hamburg wird zudem die Ergebnisse einer zusammen mit ver.di und der Nordelbischen Kirche durchgeführten Untersuchung vorstellen, welche Ende 2009 unter dem Titel „Leben in der Schattenwelt. Studie zur Situation von Menschen ohne gültige Papiere in Hamburg“ erschienen ist.

 

Ziel der Veranstaltung ist es, über die Frage ins Gespräch zu kommen, ob bzw. wie ein vergleichbares Angebot im Bremer DGB-Haus geschaffen werden könnte.

 

Wann: 10. März, 18.00 Uhr. Ort: DGB-Haus, Bahnhofsplatz 22-28

 

Veranstalter: DGB Region Bremen/Elbe-Weser, ADA – Antidiskriminierung in der Arbeitswelt, Runder Tisch Hausarbeit, MediNetz Bremen

 

 

Weitere Informationen:

 

Hamburger Studie „Leben ohne Papiere“:

 

http://www.diakonie-hamburg.de/kd.1126000849.10/info.html

 

Bremer Studie zur Gesundheitsversorgung von Papierlosen:

 

http://www.fluechtlingsinitiative-bremen.de/medinetz.html

 

Gewerkschaftliche Beratungsstelle für Papierlose in Hamburg:

 

http://besondere-dienste.hamburg.verdi.de/themen/migrar

 

Diskussionspapier DGB zur Situation von Papierlosen:

 

http://besondere-dienste.hamburg.verdi.de/themen/migrar/diskussion

 

ADA - Antidiskriminierung in der Arbeitswelt:

 

www.ada-bremen.de

 

 






ADA
Antidiskriminierung
in der Arbeitswelt

Sprechzeiten
Mo. bis Fr.: 9.00 bis 16.00 Uhr

 

Beratung
Während unserer Sprechzeiten können Sie Termine für Beratungsgespräche oder -telefonate vereinbaren.

 

Online-Beratung

Unsere Online-Beratung (Mail oder Chat) erreichen Sie direkt über unsere ADA-Online-Plattform

Kontakt
Tel.:
(0421) 960 89 14 oder 960 89 19 oder 015152527776 (in dringenden Beratungsfällen)


Mail: info@ada-bremen.de


Anschrift
Arbeit und Leben Bremen
5. Etage im DGB-Haus Bremen
Bahnhofsplatz 22-28
28195 Bremen

 

 

Eine Google-Umgebungskarte finden Sie unter Kontakt.