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Farbe bekennen

Gewerkschaften in Bremen zur aktuellen Integrationsdebatte am 02.12.2012 (ADA-Veranstaltung)

Mit uns diskutieren:

 

  • Nevin Lutz – GEW, Bundesausschuss für multikulturelle Angelegenheiten
  • Dieter Reinken, IG Metall 1. Bevollmächtigter
  • Mehmet Altun, Vertrauensmann ArcelorMittal
  • Sascha Groeters, ver.di Jugendsekretär

 

Die Veranstaltung wird organisiert von ADA/Antidiskriminierung in der Arbeitswelt – in Kooperation mit Lagerhaus/Migration und BeN/Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk e.V.

 

 

Einladungstext:

 

Sarrazin war nur der Anfang: Nachdem der Ex-Bundesbankvorstand mit biologistischen Thesen muslimische ZuwandererInnen für die angebliche Verdummung der deutschen Gesellschaft verantwortlich gemacht hatte, ging es Schlag auf Schlag: Plötzlich wurde allerorten vor einer Ausweitung der Scharia gewarnt, die Behauptung zunehmender Deutschenfeindlichkeit geisterte durch die Presse, Bundeskanzlerin Merkel erklärte Multikulti für gescheitert und CSU-Chef Seehofer sprach sich für einen Zuwanderungsstop aus „anderen Kulturkreisen“ aus.

 

Die aktuelle Integrationsdebatte ist brandgefährlich: seit Monaten werden ganze Bevölkerungsgruppen systematisch diffamiert und öffentlich an den Pranger gestellt. Diese Ressentiments bereiten Rechtspopulisten den Weg, wie uns Erfahrungen aus Ländern wie Österreich oder den Niederlanden zeigen. Genau diese Debatte lenkt von dem drängenden Problem der Spaltung der Gesellschaft in arm und reich ab.

 

Um so auffälliger ist, dass sich die Gewerkschaften in der aktuellen Diskussion bislang kaum zu Wort gemeldet haben – immerhin sind Hundertausende ArbeitnehmerInnen mit Migrationshintergrund gewerkschaftlich organisiert. In der Veranstaltung werden VertreterInnen der Bremer Gewerkschaften zur aktuellen Integrationsdebatte Position beziehen, auch was eigene Versäumnisse in der Vergangenheit betrifft. Wir wollen gemeinsam ausloten, welchen Beitrag Gewerkschaften zur Versachlichung der Auseinandersetzung leisten können. Statt Gespensterdebatten über vermeintliche IntegrationsverweigerInnen zu führen, müssen vielmehr systematische Prozesse der Benachteiligung und Diskriminierung zur Sprache kommen – ob im Ausbildungssystem, der betrieblichen Interessenvertretung oder im Alltag der Kolleginnen und Kollegen. Integration darf keine Einbahnstraße sein; sie ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess, in dem alle Beteiligten gleichermaßen gefordert sind.

 

Zeit: Donnerstag, 2. Dezember 2010, 18 bis 20 Uhr, Ort:  DGB-Haus/Tivoli-Saal

 

Flyer VA 02.12.2010.pdf
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